| Inhalt | Zum Thema der Arbeitsgemeinschaft: Zur Steigerung der Leistungsfähigkeit geplanter und laufender Prozesse stehen den Unternehmen eine Vielzahl von Managementmethoden und -werkzeugen zur Verfügung. Diese in ein unternehmensumfassendes System zu integrieren, setzt sich in der verarbeitenden Industrie immer weiter durch. Nach Lean-Prinzipien kreierte Produktionssysteme, gleich ob ganzheitlich, synchron oder eigenentwickelt sind heute kein ausschließlich auf die Massenproduktion oder Großunternehmen ausgelegter Ansatz. Längst nutzen auch mittelständische Unternehmen oder der Maschinen- und Anlagenbau die Methoden und Werkzeuge, die die schanke Produktion bietet, um agile, verschwendungsarme Prozesse zu etablieren und als Standard zu fixieren.
Alle vorhandenen Systeme orientieren sich größtenteils am „Toyota-Production-System“ (TPS). Dabei gilt es, das TPS in seiner Wirkungsweise zu verstehen und auf die eigenen Bedingungen zu übertragen. Viele Unternehmen planen und führen derzeit „ihr“ Produktionssystem ein, es sollte auch ihres werden unter Berücksichtigung ihrer Mentalität, ihrer Werte, durchaus mit Blick auf das TPS als „Best Practices“ und vor allem mit dem notwendigen Durchhaltevermögen, das System sich entwickeln zu lassen. Wie alle Managementmethoden und -konzepte sind auch Produktionssysteme keine „Selbstläufer“, sondern müssen konsequent und konstant geführt und stetig weiter entwickelt werden.
Der Stand bzw. der richtige Weg zum eigenen Produktionssystem lässt sich unter anderem durch den Vergleich von be- bzw. entstehenden Systemen, das Kennenlernen der Systemkonzeption, der konkreten Anwendung der Werkzeuge und Methoden, dem Austausch von Anwendungserfahrungen sowie der Diskussion aktueller Problemstellungen mit Anwendern von Produktionssystemen begleiten, was wesentlicher Bestandteil unserer Arbeitsgemeinschaft sein wird. Ziel unserer Arbeitsgemeinschaft ist es, Produktionssysteme und deren Elemente im jeweils gastgebenden Unternehmen intensiv zu betrachten, ausgewählte Werkzeuge und Methoden zu vergleichen, aktuelle Problemstellungen zu diskutieren und Wege der Optimierung am Beispiel des gastgebenden Unternehmens aufzuzeigen. Wir wollen Denkanstöße geben, Kooperation anregen, Trends und Entwicklungen der systembezogenen Unternehmensorganisation aufzeigen. Daneben werden durch die Teilnehmer definierte aktuelle Problemfelder der Gestaltung und Praxis ihrer Produktionssysteme besprochen und gemeinsam Lösungen erarbeitet.
Zielgruppe: Mit unserer Arbeitsgemeinschaft wenden wir uns an Geschäftsführer, Technische Leiter, Werkleiter, Operations-Manager und Führungskräfte der Bereiche Prozessmanagement, Produktionsmanagement, Produktivitätsmanagement, Logistik, Beschaffung, Industrial-Engineering oder Controlling, aus Unternehmen der Schweiz und Süddeutschland, die mit schlanken Prinzipien arbeiten oder sich in der Umsetzung befinden und sich mit anderen Anwendern von Produktionssystemen, bzw. schlanken Prinzipien vergleichen wollen, um zu sehen, wo sie stehen und wo sich Ansätze finden lassen, das Erreichte ständig weiter zu entwickeln sowie sich im Kreise erfahrener Kollegen aus der Praxis über das Thema austauschen möchten. |