SITZUNG TERMIN SCHWERPUNKT
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14.05.2020
Gründung der Arbeitsgemeinschaft

 

Arbeitsgemeinschaft Werkstattfertigung

Den Produktionsprozess für Einzelfertigung und Kleinserie optimal gestalten und kundenspezifische Produkte in einem dynamischen Umfeld effizient und nachhaltig fertigen!

Status Die Arbeitsgemeinschaft wird am 14.05.2020 gegründet
Veranstaltungsort Frankfurt
Inhalt „Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, sondern diejenige, die sich am schnellsten dem Wandel anpassen kann“. Dieses Zitat von Darwin lässt sich auch auf die Produktion übertragen. Im Zeitalter der Digitalisierung erfolgt der Wandel so schnell wie noch nie zuvor. Die Vernetzung von Technologien, aber auch die hohe Dynamik der Kundenanfragen und Kundenanforderungen stellen gerade die Produktion vor neue Herausforderung.

Auch etablierte Produktionsfirmen müssen den Übergang von der Linienproduktion zur Kleinserien- und Werkstattfertigung managen, um stärker auf die geforderte Individualität der Aufträge eingehen zu können. Kein Auftrag ist identisch. Und dennoch müssen sie ein breites und volatiles Erzeugnisspektrum bereitstellen. Ihre Prozesse müssen daher immer wieder neu durchdacht, gestaltet und umgesetzt werden. Denn Änderungs­wünsche des Kunden während der Auftragsabwicklung sind an der Tagesordnung – oftmals auch noch bis zur Montage des Endprodukts. Daher bedeutet jeder neue Auftrag, dass das Produkt, die Fertigung und auch das Unternehmen selbst immer wieder neu zu erfinden ist.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Neben langfristigen anhaltenden Trends wie der Inter­nationalisierung und den zunehmenden Nachfrageschwankungen, stellen vor allem individuelle Kundenanforderungen sowie verkürzte Innovations­zyklen vorherrschende Rahmenbedingungen dar, die in einer vernetzten Welt zu einer zunehmenden Komplexität führen.

Die gestiegene Komplexität ist dabei nicht nur auf das Unternehmen beschränkt. Monolithische Organisations-strukturen werden immer mehr durch komplexe Lieferanten- und Produktionsnetzwerke ersetzt, die sich schneller an die geänderten Rahmenbedingungen anpassen lassen, aber ebenfalls beherrscht und gesteuert werden müssen. Der sich weiter verschärfende Mangel an qualifizierten Mitarbeitern – gerade in technischen Bereichen – verstärkt dabei zusätzlich die bestehenden Heraus­forderungen der Einzelfertiger.

Mögliche Themenbereiche und Fragestellungen, die u.a. behandelt werden:

Um den gegebenen Herausforderungen zu begegnen, werden innerhalb der Arbeits­gemeinschaft neue Ansätze und Lösungen ausgetauscht und erarbeitet. Die einzelnen Themenbereiche werden gemeinsam am Anfang der Zusammenarbeit definiert. Dabei wird der Fokus bewusst auf Fragestellungen gelegt, die Sie alle im Alltag in der Fertigung begleiten, wie zum Beispiel:

  • Organisationsprinzipien und –Philosophien in der Fertigung:
    Wie wählen Sie die passende Lösung für sich?
  • Struktur der Betriebsmittel:
    Standardisierung vs. Flexibilität – Ein Widerspruch?
  • Effizienz durch ein optimales Fertigungsdaten-Management:
    Was bedeutet zentrale und dezentrale Datenhaltung im Zeitalter der Digitalisierung?
  • Wartung, Instandhaltung und Service:
    Wie sichern sie sich die größtmögliche Verfügbarkeit Ihrer Anlagen/Maschinen?
  • Umgang mit Ressourcenknappheit:
    Wie werden Material, Energie und Humanressourcen nachhaltig eingesetzt?
  • Unternehmensinterne Zusammenarbeit:
    Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Projektierung, Entwicklung, Produktion und Materialwirtschaft optimiert werden, um möglichst kurze und effiziente Prozesse zu realisieren?
  • Optimierungsmethoden in der Einzelfertigung und Kleinserie:
    Wie viel Lean kann/darf/muss sein und gibt es weitere Methoden?
  • Geschäftsmodelle in der Einzelfertigung und Kleinserie:
    Was macht mehr Sinn? Komplette Eigenfertigung oder Anbindung an ein flexibles Produktionsnetzwerk?
  • Supply Chain Management:
    Wie wird ein Produktionsnetzwerk und die Lieferantenbeziehung effizient gestaltet?

Aktuelle Fragestellungen in der Werkstattfertigung

Neben den allgemeinen Themenstellungen resultieren auch aus kurzfristigen Trends neue Anforderungen und Fragestellungen, die in der Arbeitsgemeinschaft behandelt werden können. Beispiele hierfür sind:

  • Digitalisierung und Vernetzung in der Produktion:
    Wie wirkt sich Industrie 4.0 auf die Einzelfertigung und Kleinserie aus?
  • Reaktionsfähigkeit der Produktion erhöhen:
    Wie kann mit kurzfristigen Änderungswünschen umgegangen werden?
  • Steigende Komplexität der Planung beherrschen
    Wie kann der Übergang von der Linienproduktion zur Werkstattfertigung gelingen?
  • Auftragsnivellierung und Kundenakquise im Zeitalter der Digitalisierung:
    Wie können neue Marktpotenziale identifiziert und gesichert werden, um damit potenziell geringere Kapazitätsauslastungen auszugleichen?
  • Intelligent Low Cost Automation:
    Wie kann eine kostengünstige Fertigungsautomatisierung durch intelligente Lösungen erreicht werden.
  • track and trace in der Fertigung:
    Wie kann die Nachvollziehbarkeit und Transparenz in der Fertigung erhöht werden?
  • Effizienz durch Plattformstrategien:
    Wie können Erfahrung aus Produktmanagement, Produkt-entwicklung und Produktion vereint werden?
  • Umgang mit gesellschaftlichen Trends:
    Welchen Beitrag kann ich zur Nachhaltigkeit leisten?

Die Themen der einzelnen Arbeitssitzungen legen Sie mit den Kollegen aus den anderen teilnehmenden Firmen in der Gründungssitzung fest!

Download Programm AG 2073 Werkstattfertigung

Prof. Dr.-Ing. Peter Stich

Die Arbeitsgemeinschaft wird fachlich von Herrn Prof. Dr.-Ing. Peter Stich geleitet. Prof. Stich ist an der Kempten University of Applied Sciences für das Themengebiet der Produktionsplanung, Produktionstechnik und Automatisierung verantwortlich. Zudem unterstützt Herr Prof. Stich als freier Berater Firmen des Maschinen- und Anlagenbaus bei der Umsetzung innovativer Ansätze in den Bereichen Smart Automation, modular vernetzte Produktionssysteme, innovative Fertigungs- und Produktionskonzepte sowie der Umsetzung eines Digitalen Zwillings im Produktionsumfeld.

Das komplexe Zusammenspiel in der Produktion und den unterschiedlichen Fertigungsprinzipien begleitet Herrn Prof. Stich nun schon seit über 15 Jahren. Nach Tätigkeiten bei einer spezialisierten Unternehmensberatung im Umfeld mechatronischer Produktionssysteme und der Technische Universität München als wissenschaftlicher Mitarbeiter baute Herr Professor Stich einen neuen Fraunhofer-Standort in Augsburg mit auf. Als Gruppen- und Abteilungseiter für die Themenbereiche der Anlagen- und Steuerungstechnik konnte er dabei viele Unternehmen bei der Gestaltung ihrer Produktion aktiv begleiten. Auch in seiner nachfolgenden Station als Entwicklungsleiter für den Bereich Software bei einem renommierten Maschinenbau-Unternehmen integrierte Herr Stich viele innovative Systeme erfolgreich in die Fertigung der Kunden. Dabei konnte Herr Stich seine Erfahrungen im Bereich der Produktionstechnik und speziell der Gestaltung sowie Transformation unterschiedlicher Fertigungs- und Produktionssysteme weiter ausbauen.

 

Preis Teilnahme konstituierende Sitzung: € 80,– zzgl. MwSt. // Teilnahme AG: € 1.880,– /Jahr zzgl. MwSt. // 50% Rabatt auf jeden weiteren Teilnehmer aus demselben Unternehmen mit gleichem Standort
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Ihre Anfrage an info@awf.de
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