SITZUNGTERMINSCHWERPUNKT
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06. November 2026
Gründung der Arbeitsgemeinschaft

ArbeitsgemeinschaftDigitalisierung im Lean Management

Schlank trifft smart – Digitalisierung und Lean Management ergänzen sich perfekt. Während Lean eine bewährte Methodik liefert, sorgt eine intelligente Digitalisierung für schnellere Prozesse, höhere Effizienz, Agilität und Kundenorientierung!

StatusDie Arbeitsgemeinschaft AG 2250 Digitalisierung im Lean Management wird am 06.11.2026 gegründet
VeranstaltungsortDie Gründungssitzung findet digital statt (08.30 – 12.30 Uhr).
Die Arbeitssitzungen finden deutschlandweit bei den teilnehmenden Unternehmen vor Ort statt (i.d.R. 4 x jährlich).
Inhalt
Damit die Kombination von Digitalisierung und Lean Management gelingt, sind drei zentrale Hürden zu überwinden: Überholte IT-Strukturen, planlose Automatisierung und überforderte Mitarbeitende. Leider kämpfen viele Betriebe mit veralteten IT-Strukturen und isolierten Dateninseln, die einen nahtlosen, digitalen Wertstrom blockieren. Ohne eine einheitliche Datenbasis verpuffen jedoch Lean-Effekte in inkompatiblen Systemen. Zusätzlich neigen viele Unternehmen dazu, komplexe Technologien zu implementieren, bevor die Prozesse schlank sind. Dadurch wird aber nur Verschwendung teuer automatisiert – ein direkter Widerspruch zur Lean-Philosophie. Zudem ist der Faktor Mensch entscheidender denn je: Oft überfordert die enorme Geschwindigkeit der digitalen Transformation die Belegschaft. Es fehlen Fachkräfte, die sowohl Lean-Methoden als auch Digitalisierung beherrschen. Nur wenn die digitale Kultur Akzeptanz findet, wird Technologie tatsächlich zum Beschleuniger.

Mögliche Fragestellungen:

  • Welche Voraussetzungen sind zu schaffen, um Digitalisierung im Lean Management in Zeiten von Manufacturing X bzw. Industrie 4.0 erfolgreich umzusetzen?
  • Inwiefern kann ein digitales Hoshin Kanri die strategische Zielausrichtung global über digitale Tools im Einklang mit der operativen Umsetzung von „Digital Lean“ koordinieren, auch unter Berücksichtigung der aktuellen IT-Landschaft?
  • Wie lässt sich „Digital Waste“ vermeiden bzw. sicherstellen, dass nur bereits optimierte, schlanke Prozesse digitalisiert werden?
  • Wo liegt die optimale Balance zwischen Standardisierung und Agilität bzw. wie sind digitale Standards oder cyber-physische Systeme zu gestalten, die nicht einengen, sondern als flexible Basis für schnelle Anpassungen dienen?
  • Welche neuen Skills müssen die Mitarbeitenden lernen, um sowohl Lean-Experten als auch versierte Anwender der Digitalisierung zu sein und welche Inhalte sollte eine solche Qualifizierung für Lean 4.0 umfassen?
  • Inwiefern muss sich die Führungskultur ändern bzw. weiterentwickeln, um Lean-Prinzipien in einer hochgradig digitalisierten, hybriden Arbeitswelt vorzuleben?
  • Was ist zu tun, um Pull-Systeme angemessen zu digitalisieren, welches ERP-System eignet sich bzw. wie kann ein bestehendes ERP-System angepasst werden?
  • Wodurch erfolgt die Umsetzung eines digitalen Pull-Systems bzw. der Aufbau einer vernetzten IoT-Infrastruktur zur bedarfsorientierten Steuerung der Bestände (z.B. mit eKanban) über die gesamte Produktionskette hinweg, evtl. inklusive Lieferanten?
  • Wie kann künstliche Intelligenz als Kaizen-Motor genutzt bzw. in den KVP-Prozess integriert werden, um Verschwendung vollautomatisch und in Echtzeit zu erkennen?
  • Wann ergibt es Sinn, im digitalen Wertstromdesign einen digitalen Zwilling einzusetzen, um Prozessoptimierungen ohne Risiko und physischen Stillstand virtuell zu validieren?
  • Was ist bei der Gestaltung von Dashboards im digitalen Shopfloor Management zu beachten, um vorausschauende Handlungsempfehlungen für die Teams zu erhalten?
  • Welche Sensorik- und Bilderkennungssysteme sind hilfreich, um eine echte Null-Fehler-Garantie im Sinne von Poka Yoke 4.0 in der Produktion zu erreichen?
  • Inwiefern kann in administrativen Bereichen durch RPA und KI-Agenten die „versteckte“ Verschwendung eliminiert und so „Digital Lean“ erweitert werden?
  • Wie wandelt digitales Predictive Maintenance die Instandhaltung von einem reaktiven Kostenfaktor in ein proaktives Lean-Tool zur Vermeidung von Stillstand um?
  • Wozu sind digitale Wertstrom- und Prozessdaten sonst noch nützlich, z.B. um die Nachhaltigkeitsziele (ESG) durch gezielte Ressourcenminimierung zu erreichen oder den Energieverbrauch von Linien mit Hilfe von KI zu optimieren?
  • Was sind die Do´s and Dont´s für eine perfekte Zusammenarbeit zwischen Lean-Anwendern und IT-Abteilung?

Die Themen der einzelnen Arbeitssitzungen legen Sie mit den Kollegen aus den anderen teilnehmenden Firmen in der Gründungssitzung fest!

AG 2250 Digitalisierung im Lean Management
Prof. Dr. Jürgen Wunderlich
Prof. Dr. Jürgen Wunderlich

 

Die Arbeitsgemeinschaft wird fachlich von Herrn Prof. Dr.-Ing. Jürgen Wunderlich geleitet.

Prof. Wunderlich ist seit Oktober 2010 Professor für Wirtschafts-informatik an der Hochschule Landshut. Dort entwickelt er v.a. Methoden zur Optimierung betrieblicher Strukturen und Prozesse in Produktion und Logistik unter Einsatz leistungsfähiger IT-Systeme. Insgesamt beschäftigt er sich seit über dreißig Jahren auf Basis seines interdisziplinären Hintergrunds intensiv mit modernen Ansätzen zur Optimierung von Produktionssystemen und -prozessen nach technischen, organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Er promovierte im Bereich Fertigungsorganisation, ist Partner im EU-Exzellenznetzwerk „Innovative Produktionsmethoden“ und kennt die Herausforderungen der Digitalisierung in unterschiedlichen Branchen. Als interdisziplinärer System- und Prozessoptimierer führt er laufend Projekte in der Fertigungs- und Prozessindustrie durch und verfügt über Operations-Erfahrung bei einer international führenden Top-Management-Beratung (bekannt durch „Fabrik des Jahres“ – Deutschlands ältestem und härtesten Benchmark-Wettbewerb). Für seine Arbeit wurde er bereits im Jahr 2003 mit dem Ludwig-Erhard-Preis ausgezeichnet.

Professor Wunderlich ist Leiter der AWF-Arbeitsgemeinschaften „Neue Arbeitsvorbereitung“ und „Pull-Systeme“.

PreisTeilnahme konstituierende Sitzung: kostenfrei bei Online-Sitzungen
Teilnahme AG: EUR 2.280,- pro Jahr zzgl. MwSt
(50% Rabatt auf jeden weiteren Teilnehmenden aus demselben Unternehmen des gleichen Standorts.)
Für Ihre Anfrage zur Arbeitsgemeinschaft an die AWF senden Sie uns einfach eine kurze Mail. Wir melden uns gerne bei Ihnen, um Ihre Fragen zu klären.
Ihre Anfrage an info@awf.de
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